Applus+ IMA unterstützt die BMW Group mit einem zentralen Materialdatenmanagementsystem

07/10/2018

    Seit 2015 arbeiten wir gemeinsam mit unserem Kunden, der BMW Group, an der Gestaltung und Umsetzung eines zentralen Werkstoffdatenmanagementsystems. Dieses System soll den kompletten Produktentstehungsprozess auf verschiedenen Ebenen unterstützen – von Forschung und Entwicklung über Berechnung und Simulation bis hin zur finalen Freigabe von Werkstoffen, die letztendlich in der Produktion zum Einsatz kommen.

    Wie funktioniert das zentrale Werkstoffdatenmanagement bei BMW?

    Herkömmliche Produktdatenmanagementsysteme (PDM) reichen oftmals nicht aus, um die vielfältigen und spezifischen physikalischen Werkstoff-Kenngrößen, wie sie in der Automobilbranche benötigt werden, abzubilden. Im Rahmen einer gründlichen und fachbereichsübergreifenden Vorbereitung, unterstützt durch die GPI Consulting GmbH, konnten die genauen Anforderungen der BMW Group präzise definiert werden. 

    Auf dieser Grundlage konnte Applus+ IMA mit dem Produkt Materials Portal und den daraus resultierenden Lösungsansätzen überzeugen. Das Ziel: Ein System, das sowohl die komplexen Werkstoffdaten als auch unterschiedliche Fachabteilungen und IT-Lösungen vernetzt, um eine ganzheitliche Datenbasis innerhalb des Unternehmens zu gewährleisten. 

    Welche Anforderungen sind entscheidend?

    Angesichts der breiten Palette an Werkstoffen und der interdisziplinären Nutzung in verschiedenen Abteilungen legte die BMW Group besonders Wert auf: 

    • Einfache Anbindung an interne Systeme für Simulation, Auslegung, Laborinformationen und Produktdaten 
    • Sehr hohe Datensicherheit gemäß interner Vorgaben 
    • Freigabe- & Rollen-Rechte-Workflows mit hohem Detailgrad 
    • Flexible Datenverantwortlichkeiten (Data Owner) 
    • Universelles Datenmodell mit Versionierung 

    Diese Anforderungen spiegeln den Anspruch wider, ein System zu etablieren, das sowohl sicher als auch skalierbar ist und sich an die dynamischen Bedürfnisse der Automobilindustrie anpasst. 

    Ergebnisse: Termingerechte Umsetzung und produktiver Einsatz

    Die intensive Spezifikation, mehrere Workshops und umfassende Arbeitsphasen sowie die enge Einbindung des IT-Fachbereichs ermöglichten eine erfolgreiche und pünktliche Einführung des Systems. Dieses befindet sich seit rund zwei Jahren bei der BMW Group im produktiven Einsatz

    Parallel dazu wurde eine Weiterentwicklung der Anwendung speziell für den Design-Bereich realisiert. Neue Anforderungen sind bereits in Planung, um die Datenvernetzung innerhalb von Forschung und Entwicklung weiter zu optimieren. Da sich die Branche stetig weiterentwickelt, muss das System laufend angepasst und weiterentwickelt werden, um zukünftige Herausforderungen und Innovationen abzudecken. 

    Wegweisende Lösung für die Automobilindustrie 

    Die Einführung eines unternehmensweiten Werkstoffdatenmanagementsystems bei der BMW Group zeigt, wie eine fachübergreifende Zusammenarbeit mit GPI Consulting GmbH und Applus+ IMA zu einer leistungsstarken, skalierbaren und zukunftssicheren Lösung führen kann. Dank hoher Datensicherheit, durchdachter Workflows und flexibler Schnittstellen ist das System bestens gerüstet, um den industriellen Wandel und die anspruchsvollen Qualitätsstandards in der Automobilbranche erfolgreich zu meistern.

     

    Quellen:

    N. Papenfuß, M. Lieb, T. Ehrig, M. Just, L. van den Aarssen, M. Young (2016): Planung, Entwicklung und Umsetzung eines unternehmensweiten Werkstoff-Datenmanagementsystems 

    SIMVEC 2016, 18. Kongress SIMVEC Simulation und Erprobung in der Fahrzeugentwicklung, Berechnung, Prüfstands- und Straßenversuch.- Baden-Baden, VDI-Bericht 2279: 151-160, Düsseldorf (VDI Verlag) 

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